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Zweckverband Filderwasserversorgung

Umstellung der Wasserversorgung

Ab Dienstag, den 31.05.2011, wird das Wasserwerk in Neckartailfingen nach
Abschluss von Erdarbeiten im Wasserwerk wieder seinen Betrieb
aufnehmen. Das bedeutet für einige Gemeinden im Versorgungsgebiet der
Filderwasserversorgung eine Umstellung der Wasserversorgung auf den
bisherigen Betrieb.

Hiervon betroffen sind die Gemeinden Aichtal (Aich und Grötzingen), Neckartailfingen,
Neuhausen und Wolfschlugen sowie die Filderstädter Ortsteile Sielmingen, Harthausen
und Teile von Bonlanden, die ihr Trinkwasser ab Dienstag, den 31.05.2011, wieder aus
dem Wasserwerk in Neckartailfingen erhalten werden. Zu beachten ist dabei, dass die
Wasserhärte nach der Umstellung bei 21 ° deutscher Härte liegen wird. Dies entspricht
nach dem Wasch- und Reinigungsmittelgesetz dem Härtebereich „Hart“.

Bei den in den vergangenen 14 Wochen durchgeführten Arbeiten im Wasserwerk
Neckartailfingen wurden Erd- und Fundamentierungsarbeiten ausgeführt. Diese waren für
den Bau des sogenannten Vorlagebehälters notwendig. Diese bildet ein wichtiges
Element für die derzeit im Aufbau befindliche zentrale Enthärtungsanlage. Die Arbeiten für den Bau der Niederdruckumkehrosmose befinden sich im Zeitplan.

Der Zweckverband rechnet nach dem gegenwärtigen Verfahrensstand mit einer Inbetriebnahme frühestens im Frühjahr 2012. Damit liege man im vorgesehenen Zeitrahmen.

Neckartailfingen, den 19.05.2011

Für Rückfragen
Schimpf
Zweckverband Filderwasserversorgung
Tel.: 07022/95190-102

Informations-Webseite zur Einführung der "Gesplitteten Abwassergebühr"

 

 Nanofiltration Spatenstich am 3.März 2011, Pressemitteilung          

 

Pressemitteilung

Spatenstich für weicheres Wasser ab

Frühjahr 2012

 

Die Bauarbeiten für die Enthärtungsanlage der Filderwasserversorgung haben begonnen. Mit einem symbolischen Spatenstich haben am vergangenen Donnerstag auf dem Gelände des Wasserwerkes Neckartailfingen die Bauarbeiten

für die Enthärtungsanlage des Zweckwasserverbandes Filderwasserversorgung

begonnen. Durch die Anlage wird der Härtegrad des Trinkwassers aus den

Vorkommen des Neckartals, das gut ein Drittel der rund 134.000 Kunden des

Zweckverbandes bezieht, von derzeit 21 Grad deutscher Härte (21°dH) auf eine

durchschnittliche Härte von 11 Grad reduziert. So wird die Wasserhärte im Verbandsgebiet auf ein einheitliches Niveau angeglichen, denn der Härtegrad des Bodenseewassers, das die anderen zwei Drittel der Kunden im Verbandsgebiet beziehen, liegt bei 9 Grad. Nach der Fertigstellung im Frühjahr 2012 wird die

Anlage fast rund um die Uhr laufen und dadurch jährlich circa 2,2 Millionen

Kubikmeter weiches Wasser produzieren.

 

Der Vorsitzende des Zweckverbandes und Oberbürgermeister von Leinfelden-

Echterdingen, Roland Klenk, zeigte sich zufrieden: „Wir freuen uns, dass es nun

losgeht und wir unseren Kunden, deren Wasserbedarf aus den ortsnahen

Wasservorkommen des Neckartals gedeckt wird, einen Mehrwert bieten können. Mit

der Anlage haben wir eine sehr effektive, effiziente und zudem umweltverträgliche

Lösung gefunden.“

Mit dem Bau der Anlage kommt der Zweckwasserverband dem Wunsch der betroffenen Gemeinden und einer Bürgerinitiative nach, die sich für weicheres Trinkwasser eingesetzt hatte. Begonnen wird mit dem Bau des Zwischenbehälters, der außerhalb des Gebäudes stehen und das zu enthärtende Wasser speichern wird. Anschließend entsteht im Gebäude die Enthärtungsanlage selbst. Die Bauarbeiten sollen planmäßig Ende 2011 abgeschlossen sein. Nach einem mehrwöchigen Probebetrieb soll die Anlage im ersten Quartal 2012 weicheres Trinkwasser liefern. Geplant und umgesetzt wird der Bau der Anlage von der EnBW Regional AG, die die technische Betriebsführung der Filderwasserversorgung inne hat.

Die Enthärtungsanlage funktioniert nach dem Prinzip einer umgekehrten Osmose.

Das Trinkwasser wird gegen eine Membran gedrückt. Diese Membran lässt aber nur

das Wasser in seiner ureigensten Form hindurch und hält die vorher enthaltenen

Salze und Härtebildner zurück. Bei einer klassischen Osmose strömt meist Wasser

durch die Membran um unterschiedliche Konzentrationen von Salzen und anderen

Inhaltsstoffen beiderseits der Membran auszugleichen. Der Wirkungsgrad der Anlage

wurde besonders hoch ausgelegt, um die Wasserverluste durch die Enthärtung

möglichst gering zu halten. Vom ursprünglich eingeleiteten Trinkwasser bleiben nach

der Enthärtung noch 84 Prozent übrig und stehen anschließend für die Versorgung

der Kunden zur Verfügung. Die verbleibenden 16 Prozent Konzentrat aus Salzen

und Härtebildnern kann ohne Auswirkungen auf die Umwelt in den Neckar

zurückgeleitet werden. Eine Entsorgung über die Kläranlage ist nicht nötig. Durch

diese beiden Faktoren fallen die zukünftigen Betriebskosten der Anlage niedriger als

geplant aus. Die Baukosten liegen bei 2,1 Millionen Euro. Bürgermeister Jens Timm als Vertreter der Standortgemeinde und stellvertretender Vorsitzender der Filderwasserversorgung freute sich über den Zusammenhalt innerhalb des Zweckverbandes und dankte den beteiligten Kommunen die bisher bereits Bodenseewasser beziehen für ihre Solidarität in diesem Punkt. Nachdem das Wasser der Filderwasserversorgung aus Neckartailfingen im Notfall für alle angeschlossenen Kommunen des Verbandes zur verfügung steht, profitieren dennoch alle davon. Auch die klare Aussage zum Standort in Neckartailfingen und die damit verbundenen Investition erfreute den Schultes.

 

 

 

 

 

 

Unser Bild zeigt den Verbandsvorsitzenden OB Klenk aus Leinfelden-Echterdingen (3. von links) und den stellvertretenden Verbandsvorsitzenden BM Jens Timm aus Neckartailfingen (Bildmitte) beim Spatenstich für die  Enthärtungsanlage

von rechts nach links:

Rainer Alber, Geschäftsführer Fa. Rommel Bauunternehmung Stuttgart

Hermann Löhner, Technische Betriebsleiter, EnBW Regional AG

Verbandsvorsitzender OB Roland Klenk, Leinfelden-Echterdingen

Hans Thaler, Niederlassungsleiter Filderstadt, Fa. Van Roll BHU Umwelttechnik

Stv. Verbandsvorsitzender BM Jens Timm, Neckartailfingen

Wolfgang Schauer, Geschäftsführer Filderwasserversorgung

André Herber, EnBW Regional AG (Projektleiter Enthärtung)

Felix Kuntsche, EnBW Regional AG (Bauleiter Vorlagebehälter)

Ewald Ocker, Werkleiter Filderwasserversorgung

 

Bekanntgabe von Zusatzstoffen in der Wasseraufbereitung für 2009

Die Gemeinde Neckartailfingen gibt gem. § 16 Abs. 4 Trinkwasserverordnung (TrinkwV2001) die bei der Aufbereitung des Trinkwassers verwendeten Zusatzstoffe wie folgt bekannt:

Seit dem 05.05.2007 gilt die Neufassung des Wasch- und Reinigungsmittelgesetz (WRMG).
Danach sind gemäß § 9 Abs. 2 WRMG statt bisher 4 künftig nur noch 3 Härtebereiche anzugeben.
Diese Härtebereiche sind:

weich weniger als 1,5 Millimol Calciumcarbonat je Liter  (entspricht 8,4 °dH)
mittel 1,5 – 2,5 Millimol Calciumcarbonat je Liter (entspricht 8,4 – 14 °dH)
hart mehr als 2,5 Millimol Calciumcarbonat je Liter (entspricht mehr als 14 °dH)

Der Härtebereich liegt für die Gemeinden mit Bodenseewasser daher mit 9,0 °dH jetzt im Härtebereich mittel bei den Gemeinden bei Filderwasser mit 20,6 °dH im Härtebereich hart.

Für Bodenseewasser:  Härtebereich mittel, 1,61 Millimol Calciumcarbonat/Liter
Für Filderwasser:  Härtebereich hart,  3,67 Millimol Calciumcarbonat/Liter

Mitteilungen aus der Presse....

Zweckverband Filderwasserversorgung

Wasserenthärtung kommt

Am 30.11.2009 beschloss die Verbandsversammlung der Filderwasserversorgung im Stadthaus in Ostfildern – Scharnhauser Park mit großer Mehrheit die Ausschreibung zum Bau einer zentralen Wasserenthärtungsanlage im Wasserwerk Neckartailfingen.

Damit werden bis in zwei Jahren ca. 70.000 Verbraucher, die bisher mit dem relativ „harten“ Wasser aus dem Wasserwerk Neckartailfingen versorgt wurden, in den Genuss „weicheren“ Trinkwassers kommen, so der Verbandsvorsitzende, Dr. Peter Bümlein. Nach intensiver Untersuchung diverser Varianten habe man sich für ein Nanofiltrationsverfahren entschieden. Vorbehaltlich aller Unwägbarkeiten werde Ende 2011/Anfang 2012 die Anlage in Betrieb gehen und damit im gesamten Verbandsgebiet Trinkwasser im selben Härtebereich wie die Bodensee-Wasserversorgung zur Verfügung stellen. Zwar stelle die „Wasserhärte“ keine Frage der Trinkwasserqualität dar, so der Verbandsvorsitzende, eine Zentrale Enthärtung komme aber den heutigen Nutzungsgewohnheiten entgegen und erhalte nachhaltig wichtige lokale Wasserressourcen.

Wie komplex die Entscheidungsfindung sich darstellt, erläuterte Dipl.-Ing. Hermann Löhner, von der EnBW Regional AG, die die Technische Betriebsleitung für den Zweckverband wahrnimmt, den Verbandsmitgliedern. So stecke sehr viel „Problemlösung“ dahinter, um auf die zahlreichen Fragen Antworten zu finden. Diese wurden in einem 10 monatigen Betrieb einer Pilotanlage auch gefunden. Neben Fragen der Auswirkungen auf die Wasserqualität wurden so auch Punkte wie wirtschaftliche Anlagendimensionierung unter Berücksichtigung finanzieller Gesichtspunkte beantwortet. Von Anfang an mit einbezogen waren auch die zuständigen Behörden wie Wasserwirtschaftsamt, um in einem ständigen Dialog zahlreiche Fragen im Vorfeld abzuarbeiten. Dabei konnten auch auftauchende Fragen beantwortet werden, die diese Enthärtungstechnik mit der Diskussion um Nanopartikel in Verbindung brachten. Außer dem Wortteil „Nano“ habe dies jedoch nichts miteinander zu tun, beruhigte Hermann Löhner. Die Enthärtung mittels Nanofiltration oder auch Niederdruckumkehrosmose genannt, füge dem Wasser keine „Nanopartikel“ bei, sondern meine die Porengröße der Membrane, die gelöste Ionen in der Größenordnung von wenigen Nanometer zurückhalte. Wie Dipl.-Ing. Hermann Löhner mitteilt, wurden unter Berücksichtigung aller Risiken und Unwägbarkeiten Investitionskosten in Höhe von 1,9 Mio. € ermittelt. Bei den Untersuchungen stellten sich die vermuteten Betriebskosten sogar etwas günstiger dar als gedacht. So werden die ursprünglich prognostizierten 10 Cent je cbm unterschritten werden.

Die Verbandsversammlung beschloss bei Stimmenthaltung der Gemeinde Neckartenzlingen mehrheitlich dem Bau einer Wasserenthärtung zuzustimmen und die Ausschreibung zu beauftragen. Die Vergabe soll dann im Sommer 2010 durch die Verbandsversammlung erfolgen.



Verbrennen von Abfällen

 

Wichtige Hinweise für das Verbrennen von pflanzlichen Abfällen